Die Angriffe des israelischen Militärs auf weite Teile der Zivilbevölkerung Libanons waren eine unverhältnismäßige Reaktion auf Gewaltakte von Anhängern der Hisbollah, die vielen Unschuldigen das Leben gekostet hat und tiefgreifende Schäden an der Infrastruktur des Landes hinterlassen hat. Das Ausmaß der Zerstörung durch diese Militäroperation hat wieder einmal gezeigt, wie wichtig der Druck der zivilgesellschaftlichen Öffentlichkeit ist, wenn es um die Einhaltung fundamentaler humanitärer Schutzstandards im Nahost-Konflikt geht. Die Interessen der politischen Akteure und die der Bevölkerungen dabei liegen oft weit auseinander.

Die Möglichkeiten, als einzelne Bürger Einfluss zu gewinnen, erscheinen auf diesem Hintergrund als sehr gering. Das wirkt oft recht entmutigend. Dennoch sollten wir als BürgerInnen keine Ruhe geben, bis die Bundesrepublik alle ihre politischen Möglichkeiten nutzt, um gemeinsam mit den Konfliktparteien in Nahost eine stärkere Achtung des geltenden Völkerrechts zu erreichen.

Als VerbraucherInnen können wir verschiedene Möglichkeiten nutzen, unsere PolitikerInnen zu fragen, ob beispielsweise die Umsetzung des Assoziationsabkommens, das zwischen der EU und Israel geschlossen wurde, die Einhaltung geltender Standards fördert – oder untergräbt. Wir als VerbraucherInnen sind uns nämlich nach wie vor nicht sicher, ob die entsprechend deklarierten Waren in den Regalen der Handelsketten wirklich „Made in Israel“ sind - oder ob sie aus den völkerrechtswidrig besetzten Gebieten des Westjordanlands, aus Ostjerusalem oder von den Golanhöhen stammen. Es gibt bis heute keine eindeutige Kennzeichnung dafür.

Wir wollen Waren aus Israel
Wir wollen Waren aus Palästina
Wir wollen keine Waren aus den völkerrechtswidrigen Siedlungen in den besetzten Gebieten: Westjordanland, Ostjerusalem, Golan.

Möchten Sie mehr erfahren – zum Beispiel über die Briefaktion des Frauennetzwerks an Handelsketten im gesamten Bundesgebiet?

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