Betreff:

1. Brief an Handelsketten vom FrauenNetzwerkNahost

2. Antwortbrief von der EDEKA Handelsgesellschaft Berlin-Brandenburg mbH

Sehr geehrte Damen und Herren,Am 1. Februar 2005 ist eine neue Zollvereinbarung zwischen der EU und Israel in Kraft getreten ( Amtsblatt der EU vom 25.1.2005 – Hinweis an die Einführer – Einfuhren aus Israel in die Gemeinschaft 2005/C 20/02 ). Sie verlangt von Israel beim Export die Angabe von Produktionsorten, damit Siedlungsprodukten Zollpräferenzen verweigert werden können.

Nach der neuen Vereinbarung haben die israelischen Zollbehörden nun die Exporteure anzuweisen, sämtliche Bearbeitungsorte eines Exportproduktes zu dokumentieren.
Hierdurch sind die EU-Staaten in der Lage, den tatsächlichen Warenursprung und die Präferenzberechtigung aller Produkte zweifelsfrei festzustellen.

Insbesondere ist für uns nun interessant, welche Anpassungen entsprechend bei den in Ihrem Verband zusammen geschlossenen Groß-und Einzelhändler geplant sind: Wie wird die Ursprungsangabe der von Ihren Mitgliedern vermarkteten losen und verpackten Waren künftig aussehen?
Ab wann wird auch von uns als Verbraucherinnen eindeutig kenntlich sein, bei welchen Produkten es sich tatsächlich um israelische Ursprungsprodukte handelt und welche Waren aus völkerrechtswidrigen Siedlungen stammen?

Mit freundlichen Grüßen

Für das FrauenNetzwerkNahost
Brigitte Keyl